Netzwerkstelle Willkommenskultur Sachsen-Anhalt startet mit Engagementfonds

„Flüchtlingsfamilien in der Nachbarschaft willkommen heißen, ist das Ziel der neuen Netzwerkstelle“, erklärt Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung. Es gibt schon zahlreiche nachbarschaftliche Initiativen, die Flüchtlingen helfen, den Alltag in ihrer neuen Heimat zu meistern. Mit einem landesweiten Engagementfonds und der Netzwerkstelle sollen diese unterstützt und im ganzen Land weiter etabliert werden.

„Wir möchten damit Sprachpatenschaften für Flüchtlingskinder, Alltagshelfer in der Nachbarschaft oder Begegnungsangebote im Ortsverein ermöglichen“, nennt Olaf Ebert, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) in Sachsen-Anhalt, einige Beispiele. Es gehe darum, in den Städten und Gemeinden ein Klima der Wertschätzung zu schaffen und ein Kennen lernen durch gemeinsames Tun zu unterstützen.

„Wenn ein Schulförderverein ehrenamtliche Patenschaften für Flüchtline, egal ob mit Schülern oder Erwachsenen, initiiert und dafür Unterstützung braucht, kann der Engagementfonds genutzt werden“, beschreibt Ebert das Vorgehen. Auf der Webseite der LAGFA sind die notwendigen Informationen und Unterlagen zum Herunterladen bereitgestellt.

Die Netzwerkstelle bietet darüber hinaus Beratung und Qualifizierung vor Ort. „Hierfür werden wir regionale Partner einbinden, die die ehrenamtlichen Initiativen beraten und im Umsetzungsprozess begleiten. Im Landkreis Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld ist es pa(c)kt´s an e.V.“, sagt der Projektverantwortliche. Wichtig sei, dass die Initiativen ihr Engagement gemeinsam mit den Zugewanderten umsetzen.

Die maximal 2.500 Euro pro Maßnahme können unter anderem für Fahrtkosten, Materialien oder Veranstaltungen verwendet werden. Auch Auslagen für gemeinsame Besuche im Tiergarten oder Museum seien vorstellbar.

„Wir sind gespannt auf die Ideen und Aktionen der ehrenamtlichen Initiativen“, wirbt Ebert um eine aktive Teilnahme. Denn nur so könne man zeigen, dass die Flüchtlinge in ihrer künftigen Nachbarschaft willkommen sind.