Der relativ niedrige Migrationsanteil (ca. 1,6 %) hat zur Folge, dass es im Landkreis eine spürbare Zurückhaltung gegenüber fremden Kulturen und Lebensweisen gibt.

Das spiegelt sich insbesondere darin wieder, dass in den vielen Vereinen und Initiativen des Landkreises oftmals Migranteninnen und Migranten keine Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung haben oder die Hemmschwelle, sich zur Mitwirkung in einem Verein zu entschließen, häufig nicht überwunden wird.

Dem gegenüber steht die Erkenntnis, dass kulturelle und soziale Vielfalt das Gemeinwesen bereichern und Ausdruck gelebter Integration ist. Mit dem Integrationsnetzwerk des Landkreises Wittenberg, das durch die Verwaltung koordiniert und gesteuert wird, verfügt der Landkreis über eine geeignete Struktur, das Zusammenleben von Menschen mit Migrationshintergrund und einheimischer Bevölkerung integrierend zu gestalten.

Projektziele:

  • Ziel des Projektes GiG – Gemeinsam im Gemeinwesen ist es, die Ehrenamtsbörse für die interkulturelle Arbeit zu öffnen und:
  • den Aufbau von Kontakten zwischen Einheimischen und Zuwanderern durch ehrenamtliche Zusammenarbeit zu unterstützen
  • Organisationen und Vereine für eine interkulturelle Öffnung zu sensibilisieren und sie bei der Suche nach Freiwilligen mit Migrationshintergrund beratend zu begleiten
  • das bürgerschaftliche Engagement der Freiwilligen mit Migrationshintergrund sichtbar zu machen
  • Migrantinnen und Migranten über die verschiedenen Engagementmöglichkeiten, -formen und Organisationen in der Region zu informieren und sie an die örtlichen Einrichtungen und Angebote, beispielsweise der Sport-, Heimat- oder Kulturvereine sowie der Jugendeinrichtungen oder der Familienzentren, heranzuführen.

Zielgruppen:

Das Projekt richtet sich insbesondere an:

  • Migrantinnen und Migranten aus verschiedenen Zuwanderungsgebieten
  • haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der Engagementzentren im Landkreis Wittenberg
  • haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der lokalen Vereine und Organisationen

Umsetzungsschritte:

  • Qualifizierung der haupt- u. ehrenamtlichen Mitarbeitenden in den Engagementzentren im Bereich transkulturelle Kompetenzen
  • Entwicklung eines interkulturellen Beratungsangebotes für lokale Vereine
  • Ansprache, Gewinnung un Qualifikation von Migrantinnen und Migranten, die als Engagement-Lotsen tätig werden wollen
  • Beratungsbeginn für Vereine und Organsiationen zum Einsatz von Migranten als Ehrenamtliche
  • Entwicklung eines eigenständigen Projektes das Integration und Ehrenamt verknüpft, z.B. mehrsprachige Lese- und Lernpaten